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Diese Gesundheits-Apps sind von Ärzten empfohlen

Welche Health Apps empfehlen Ärzte ihren Patienten? Die Barmer Krankenkasse hat dafür eine Digitale Toolbox entwickelt mit elf Apps – von Hausärzten empfohlen.

Hausärzte werden zunehmend um Rat zu Gesundheits-Apps gefragt und befinden sich daher sie in eine Zwickmühle. Einerseits wollen sie ihre Patienten bestmöglich beraten, andererseits können sie bei mehreren hunderttausend Anwendungen auf dem Markt kaum beurteilen, was empfehlenswert und auch medizinisch sinnvoll ist. Hier setzt die BARMER mit dem Projekt „Hausärzte und digitale Patientenversorgung“ und der Digitalen Toolbox an.

BARMER Mitarbeiter besuchten dafür Hausarztpraxen – vor allem im ländlichen Raum – in den Regionen Berlin/Brandenburg und Hessen und stellten den Ärzten ein überschaubares Portfolio von elf Gesundheits-Apps vor. Alle Apps stärken das Selbstmanagement der Patienten und enthalten weder Diagnose- noch Therapieempfehlungen. Entwickelt hat die BARMER das Portfolio gemeinsam mit Ärzten – die ausgewählten Apps sind also von Hausärzten für Hausärzte empfohlen. Zu den Basiskriterien für die Auswahl gehören in jedem Fall eine sinnvolle, kostenfreie Basisversion und neben einer hohen Fachlichkeit eine gute Gebrauchstauglichkeit. 

Diese Anforderungen stellt der Hausarzt an Apps:

  • Apps dürfen keine Diagnose-/Therapieempfehlungen geben, sondern sollen eher das Selbstmanagement stärken.
  • App als aktives Übergabemittel im Patientengespräch (ähnlich wie Medikamentenprobe, Infoflyer).
  • Der Service muss die Arzt-Patienten-Bindung bereichern.
  • Apps dürfen keine zu „spitzen“ Angebote anbieten, sondern sollen sich an Top-Diagnosen des Hausarztes orientieren.
  • Services sind Hilfsmittel für den Arzt und müssen seine Expertenrolle stärken, nicht den Arzt ersetzen wollen.
  • Der Hausarzt muss inhaltlich überzeugt sein. Die App muss fachlich korrekt, aber auch gebrauchstauglich sein.
  • Angebote müssen kostenlos für den Patienten verfügbar sein.
  • Das Angebot muss sich an alle Patienten richten (versicherungsunabhängig).
  • Der Hausarzt ist Wegweiser für die Patienten – mit Anspruch auf einen ganzheitlichen Blick, inklusive Digitalem.
  • Das Ziel ist, die Wegweiser-Rolle des Hausarztes hinsichtlich digitaler Applikationen zu stärken.

 

Diese elf Apps werden von Barmer und Hausärzten empfohlen:

  • KAIA – gegen Rückenschmerzen: Kaia wurde in Zusammenarbeit mit Schmerzexperten vom Klinikum rechts der Isar in München entwickelt und beruht auf den Nationalen Versorgungsleitlinien zur Behandlung von Kreuzschmerzen. Es gibt tägliche Trainingsvorgaben, die in 15 bis 30 Minuten ohne Geräte durchgeführt werden können.
  • GMS Rücken – das 5 Minuten-Rückentraining: Die App setzt auf die Häufigkeit und Kontinuität des Trainings. Sie bietet kurze Einheiten, dargeboten von einem Motivationstrainer. Es gibt einen 8-Wochen-Plan, der in fünf Minuten pro Tag durchgeführt werden kann. Tägliche Übungsvideos sollen helfen, Rückenschmerzen nicht nur zu lindern, sondern auch vorzubeugen.
  • Schmerztagebuch Pain Tracer: Betroffene können täglich die Schmerzstärke festhalten und dokumentieren, welche Medikamente sie einnehmen. Bei Bedarf können Werte per Report-Funktion ausgedruckt oder im PDF-Format als E-Mail an den Arzt weitergeleitet werden. Anbieter: Grünenthal GmbH.
  • mySugr – das intelligente Diabetes Tagebuch: Tagebuch App ist ein Diabetes-Manager für das Smartphone. Sie bietet einen Blutzucker- und Kohlenhydrat-Tracker, einen Bolus-Rechner (nur EU) und verhilft, den HbA1c im Blick zu haben. Anbieter: mySugr GmbH.
  • Yazio Kalorienzähler: Die App führt ein Ernährungstagebuch und erstellt einen Ernährungsplan aus Rezepten. Anbieter: Yazio GmbH  
  • feastr-Ernährungsplan: Die App biete einen Ernährungsplan, Rezepte und die Möglichkeit für Einkaufslisten. Ernährungsumstellung und eine gesunde Ernährung sollen für den Benutzer einfach werden. Anbieter: feastr Gmbh
  • Tebonin – Übungen gegen Schwindel: Die App bietet Übungen gegen Schwindel zur Behandlung und Überwachung des Therapieansprechens bei gutartigem Lagerungsschwindel, akutem vestibulären Syndrom oder chronischem Schwindel und ist ein zertifiziertes Medizinprodukt. Die App bietet unter anderem Informationen zum Krankheitsbild, ein Übungsprogramm mit videoanimierten Übungsanleitungen und akustischer Übungssteuerung und eine Erinnerungsfunktion für regelmäßiges Üben. Anbieter: infoteam Software AG
  • 7Mind –Schritt für Schritt meditieren lernen: Die App bietet über 200 geführte, deutsche Meditationen zur Entspannung, einen kostenfreien Grundlagenkurs für Anfänger und vertiefende Themenkurse. Anbieter: 7Mind
  • Balloon – Meditation für alle: Geführten Meditationen sollen helfen, Stress zu reduzieren, zu mehr Ruhe und Entspannung zu finden und besser zu schlafen. Es gibt viele Meditations-Kursen und Einzel-Übungen. Anbieter: G+J Innovation GmbH
  • Fit for travel – Reisemedizinische Informationen: Die App liefert Infos für die Urlaubsplanung und zu allen wichtigen Reiseimpfungen. Es gibt Checklisten zum Abhaken und länderspezifische Gesundheitsrisiken zu über 300 Reisezielen, Hinweise zu Malaria oder Vorsorgetipps gegen Reiseübelkeit. Anbieter: Glaxo SmithKline PLC
  • Natürliche Hausmittel: Neben bekannten Hausmitteln gibt es über 160 erprobte Rezepte für fast jede Art von Beschwerden. Die Rezepte sind bebildert, verfügen über eine interaktive Zutaten- und Einkaufsliste, leicht verständliche Anleitungen, praktische Tipps und Tricks sowie Informationen zur Wirkungsweise. Anbieter Kigorosa UG

 

Screenshot: https://digitale-toolbox-hausarzt.barmer.de

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