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Corona bringt Aufschwung für Health Apps, Video-Sprechstunde, Social Media und Newsletter

Die Nutzung von Health Apps, Video-Sprechstunde, Social Media und Newsletter ist während der Corona-Pandemie merklich angestiegen. Dazu hat die hohe öffentliche Aufmerksamkeit für Gesundheitsthemen als auch der Boom digitaler Anwendungen und Kommunikationslösungen in Zeiten des Social Distancings beigetragen.

Eine Umfrage unter 27 deutschen Start-ups im Bereich Digital Healthcare sowie unter Investoren zeigt: Die monatlichen Nutzerzahlen von Health- und Fitnessanwendungen sind seit Mitte März in Deutschland um 16 Prozent angestiegen. Die Zahl der Digital Health- und Fitness-App Nutzer erreicht hierzulande mit 20,4 Millionen einen neuen Höchststand (im Vergleich zu 17,6 Millionen im Vorjahreszeitraum). 80 Prozent der Digital-Health Start-ups berichten zudem, dass ihre Kunden die Apps immer häufiger nutzen. Entsprechend sehen 82 Prozent der Befragten die Krise als Chance und 72 Prozent rechnen mit höheren Investments in die eigene Sparte im Vergleich zum Vorjahr. Für die Studie von Strategy& wurden mit Unterstützung des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung e.V. 27 deutsche Digital-Health-Gründer und -Investoren im April 2020 befragt.

Video-Sprechstunde boomt

„Betreiber von Telemedizinplattformen berichten von Wachstumsraten in den vergangenen Tagen um über 1.000 Prozent“, erklärt Jörg Debatin, Leiter des Health Innovation Hub, im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt. „Wir haben bald über 20.000 Ärzte und Therapeuten, die bei den von der KBV zertifizierten Angeboten dabei sind und Videosprechstunden anbieten. Es zahlt sich aus, dass die KBV-Zertifizierungen vor einigen Monaten durchgeführt wurden.“

Deutsche nutzen Social Media seit Corona intensiver

Während der Corona-Pandemie sind drei Viertel der Internetnutzer in Deutschland vermehrt in sozialen Medien aktiv: Insgesamt geben 75 Prozent an, Plattformen wie Facebook, Instagram, Xing, Twitter und Co. seit Ausbruch des Coronavirus in Deutschland intensiver zu nutzen. Dies trifft auf fast alle Altersgruppen gleichermaßen zu: 86 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sagen dies, 82 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 74 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Auch jeder dritte Silver Surfer über 65 Jahren ist vermehrt in sozialen Medien unterwegs (32 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, die im April 2020 durchgeführt wurde.

Deutsche öffnen mehr E-Mails im Home-Office

Im E-Mail Marketing gibt es, abhängig von Branche und Geschäftsmodell, zum Teil deutliche Steigerungen bei den wesentlichen Erfolgs-KPI wie Öffnungsraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Kurzanalyse des Marketing Automation Technologieanbieters artegic AG. So ist das E-Mail Versandvolumen in den letzten 14 Tagen branchenübergreifend im Durchschnitt um ca. 12,5 Prozent gestiegen. Überraschenderweise stiegen auch die Öffnungsraten im gleichen Zeitraum im Schnitt um ebenfalls 15 bis 20 Prozent. Eine weitere branchenübergreifende Erkenntnis: Die Reaktionszeit der Nutzer ist um ca. 25 Prozent gesunken. So vergeht im Schnitt deutlich weniger Zeit zwischen Empfang einer E-Mail und deren Öffnung durch den Nutzer. Eine naheliegende Erklärung dafür könnte sein, dass Empfänger, die zuhause oder im Homeoffice sind, häufiger und schneller ihre E-Mails lesen. Auch die Nutzungszeiten haben sich verändert und verteilen sich nun gleichmäßiger als zuvor über die Tage der Woche sowie auf den Tagesverlauf. Besonders auffällig: Dies gilt auch für den B2B. Auch berufliche Mails werden zunehmend außerhalb der klassischen Arbeitszeiten gelesen, also am Abend und am Wochenende.

 

Fotos: pexels.com

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